1. April
Die Menschen am ersten Tag des Monats in den April zu schicken ist eine beliebte Tradition, die zu Hause innerhalb der Familie genauso gerne wie unter Freunden oder am Arbeitsplatz gepflegt wird. Dabei stehen einem im Grunde unzählige Möglichkeiten offen, seine Mitmenschen gepflegt zu verulken. Damit der April Scherz auch gelingt und nicht nach hinten losgeht, gilt es jedoch, ein paar Dinge zu beachten. So sollten April Scherze nicht diskriminierend sein und niemanden in seinen Gefühlen verletzen. Auch körperlich sollten sie natürlich keinen Schaden anrichten. Kleinere ‚Gemeinheiten’ sind aber selbstverständlich erlaubt. Neben den klassischen kleinen Scherzen der Kategorie „Dein Reißverschluss ist offen“ oder „Dein Fahrrad hat einen platten Reifen“ bieten sich auch raffinierter gestaltete Verulkungen an, mit denen man seine Mitmenschen gekonnt in den April schicken kann. So lassen sich etwa mit dem Computer täuschend echt wirkende Schreiben erstellen, in denen beispielsweise der Vermieter verkündet, dass warmes Wasser künftig aus Energiespargründen nur noch in den Morgen- oder Abendstunden zur Verfügung stünde. Auch telefonisch kann man seine Freunde und Kollegen gut hereinlegen. Eine Möglichkeit ist etwa, sich als Moderator eines lokalen Radiosenders vorzustellen und ein fingiertes Radioquiz zu veranstalten. Recht beliebt ist es, Kollegen die Nummer des nächstgelegenen Zoos mit dem Hinweis aufzuschreiben, ein Herr Behr hätte um Rückruf gebeten. Die meisten Zoo-Mitarbeiter sind mit diesem April Scherz schon vertraut und reagieren nicht selten mit der Frage, ob der braune oder weiße Bär gemeint sei.
Zur Verzweiflung treiben kann man seine Bürokollegen auch, indem man in ihrem Textverarbeitungsprogramm Weiß vorübergehend zur Standardschriftfarbe macht.
Mit etwas Fantasie fallen sicher jedem passende Scherze ein, um die Tradition der April Scherze gebührend fortzuführen.
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