Afrikanische Malerei

  

Es ist sehr schade, dass hier in Europa so wenig über afrikanische Kunst und im Besonderen über afrikanische Malerei gesprochen wird. Dabei stammen einige der ältesten Bilder der Welt aus Afrika. Der Kontinent ist nicht nur die Mutter der Menschheit sondern auf die Wiege der Malerei. Bekannter als die Malerei sind die bildhauerischen Werke afrikanischer Künstler, die die westeuropäische Moderne stark beeinflusst haben. In der klassischen afrikanischen Skulptur gibt es ganz entscheidende Unterschiede. Sie stellt keine Beobachtung der Wirklichkeit dar, sondern eine eigene Wirklichkeit an sich. Eine afrikanische Skulptur wird wie ein Lebewesen behandelt, erhält sogar einen eigenen Namen – wie ein Kind. Um den Eindruck zu vervollständigen, werden echtes Haar und Bewegung (durch Tanz) hinzugefügt. Die Werke werden nicht ausgestellt, sondern getragen oder in den Boden gesteckt. Moderne afrikanische Bildhauer wie Bodis Isek Klingelez schaffen eigene Welten, Nebenwelten zwischen erster und dritter Welt, sie sind eher architektonische Simulationen.

Und die Malerei? Bis ins 20. Jahrhundert hinein schufen Buschleute Felsmalereien mit aktuellem Bezug, sie führen die traditionelle Seite afrikanischer Malkunst fort. In vielen Ländern Afrikas finden sich junge Künstlergruppen, die ein neues Bild afrikanischer Kunst propagieren, wie z.B. die Township-Art aus den Vorstädten südafrikanischer Metropolen, die ein breites Spektrum von politischen Bildern bis zu alltäglichen Szenen aufweisen. Natürlich beschäftigen sich afrikanische Künstler ebenfalls mit neuen Medien, Installationen und Film. Die Documenta 11 präsentierte eindrucksvolle Arbeiten, Fotografien, Malereien, Installationen und Filme von KünstlerInnen wie Zarina Bhimji, Meschac Gaba, der Groupe Amos und Ouattara Watts.


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