Das Emittentenrisiko bei Zertifikaten

  

Schauen wir uns die Situation erst einmal an: Bei Zertifikaten kauft der Anleger nicht wie bei Aktien Anteile sondern das Versprechen nach Ende der Laufzeit einen festgesetzten, aber Aktienindexabhängigen Betrag zu bekommen. Zertifikate bieten für den Anleger eine viel transparentere Anlagemöglichkeit wie z.B. Aktien oder Fonds und der Anleger kann im Prinzip jederzeit „seinen Kurs“ im Auge behalten in dem er den jeweiligen für das Zertifikat gültigen Aktienindex beobachtet. Das Emittentenrisiko trägt er jedoch selbst, d.h. das er falls das vom Emittenten gegeben „Zahlungsversprechen“ nicht eingehalten werden kann er zum Gläubiger Desselben wird und sich unter Umständen weit hinten in der Liste finden kann. In Deutschland gab es bisher allerdings keine Ausfälle.
Sicherer ist es aber das Rating des entsprechenden Emittenten von Anfang an mit im Auge zu haben welches in diverses Abstufungen einen guten Einblick in die Sicherheit des jeweiligen Zertifikats gibt. Es gibt mehrere führende Agenturen welche die entsprechenden Emittenten bewerten und die Ratings nach vorbestimmten Kriterien und langfristiger Beobachtung festlegen – die beste Bewertung ist ein AAA, ein D für Default wird vergeben wenn bereits ein Ausfall eingetreten ist. Eine der aktuelleren Bewertungen betrifft sogar ein ganzes Land: Griechenland.

Eine Meldung vom 7.12.2009 erklärt das die langfristige Bonität von A auf BBB+ gefallen ist. Diese Meldung spiegelt die gute Transparenz und das eher geringe Risiko eines echten Ausfalls wieder was Zertifikate zu einer perfekten Alternative zu Aktien macht. Mit ein wenig Beobachtung des Marktes sind sie ebenso für größere als auch für kleinere Anleger geeignet und finden in neuester Zeit immer mehr Anklang.


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