Die Japan Reise individuell gestalten ohne Fettnäpfe

  

Das ist der Traum im Japanurlaub. Eine Einladung zum Essen. Unzählige Möglichkeiten etwas falsch zu machen stehen bevor, wenn man nicht weiß, wie es richtig geht. Japaner sind kritisch wenn sie Europäer einladen. Sie befürchten, dass es im Fiasko endet, auch wenn sie das niemals sagen würden. Damit man wieder eingeladen wird, sollte man die wichtigsten Dinge kennen. Wird man in ein Restaurant eingeladen, wird normalerweise eine Zeit vorgegeben, zu der das Essen beginnt. Während in Deutschland einige Minuten bis zur berühmten akademischen Viertelstunde völlig akzeptabel sind, unter Umständen sogar als höflich gelten, so ist Unpünktlichkeit in Japan sehr unhöflich. Das bedeutet, dass wer eine Japan Reise individuell bucht und zum Essen eingeladen ist, zwingend pünktlich sein muss um nicht gleich einen schlechten Start zu haben. Freizeitkleidung bei einer solchen Einladung ist nicht angebracht. Jeans gelten in Japan als Arbeitskleidung oder sehr lockere Freizeitkleidung junger Leute. Anzug, bzw. Kleid sind angemessen.

Wer eine Japan Reise individuell gebucht hat, der wird wissen, dass man in Japan die Schuhe auszieht und zwar fast überall, wo Räume betreten werden. Auch in Restaurants. Davon gibt es keine Ausnahmen. Sieht man keine Schuhe im Eingangsbereich, so sollte man hinter Vorhänge sehen oder im Notfall kurz durch die Tür winken. Die Mitarbeiter werden bemerken, dass etwas nicht stimmt und näher kommen. Wer während der Japan Reise individuell zum Essen eingeladen wird, der wird seinen Partner oder die Partnerin mitnehmen. Handelt es sich um ein geschäftsmäßiges Essen, ist der Lebenspartner nicht eingeladen. Am Eingang nennt man seinen Namen und den Namen desjenigen, den man sucht. Dann wird man in den Raum gebracht, in dem das Essen stattfindet. In Japan sitzt man auf dem Boden. Möglichst auf den Fersen. Solange nicht alle geladenen Gäste angekommen sind, was aber sicher innerhalb von Sekunden der Fall sein wird, wird nicht bestellt. Meist hat der Gastgeber das Essen vorher geordert.

Es ist in Japan nicht üblich, sich selbst ein Getränk einzuschütten. Das ist Aufgabe des Tischnachbarn. Genauso ist man für das Glas des eigenen Tischnachbarn verantwortlich. Ein Japaner wird nicht übersehen, dass sein Nachbar nichts mehr zu trinken hat, das sollte einem also selbst besser auch nicht passieren. Aber das Glas muss leer sein. Ist ein Rest drin, bedeutet das: „ Ich möchte nichts.“ Den Reis isst man nicht auf. Der Rest ist für die Verstorbenen. Aufessen wäre also unhöflich. Die Suppe isst man zwischendurch. Sie ist keine Vorspeise.


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