Ein pahantasievoller Autor, Walter Moers

Geschrieben Oktober 4 2008 von Team

Im August 2007 erschien der 5. Zamonien-Roman des Autors Walter Moers, der Schrecksenmeister. Wie auch seine anderen Bücher, die im phantastischen Kontinent Zamonien spielen, strotzt der Roman voller Einfälle, literarischer Anspielungen und vergnüglichen Dialogen. Moers lehnte seinen Roman an die Erzählung „Spiegel, das Kätzchen“ von Gottried Keller an, erschienen im Zyklus, „Die Leute von Seldwyla“. Walter Moers ist ein sehr öffentlichkeitsscheuer Autor. Er gibt nur selten Interviews und lässt sich sehr selten fotografieren, was ihn auch vor rechtsradikalen Drohungen schützt, die nach seiner Hitler Persiflage auftauchten. Moers arbeitet aber nicht nur als Schriftsteller. Er begann seine Karriere als Comic-Zeichner und Illustrator. Das Zeichnen brachte er sich selbst bei. Nachdem er nach seinem Schulabschluss eine zeitlang von Gelegenheitsarbeiten gelebt hatte, veröffentlicht er seit 1984. Seine ersten Arbeiten erschienen in den Zeitschriften Kowalski und Titanic. 1988 erschien die erste Geschichte um Käpt’n Blaubär, die als Erzählung für Kinder gedacht war. Aus den Geschichten um den Blauen Bären entwickelte Moers später die für Erwachsene gedachten Zamonien-Romane. Moers schreibt in der Tradition des Grotesken. Seine Zeichnungen, Namen, Figuren und Motive erinnern an Rabelais, E.T.A. Hoffmann und andere europäische Autoren, und an die Zeichnungen von Gustave Doré, dem Moers mit „Wilde Reise durch die Nacht“ ein eigenes Roman-Denkmal gesetzt hat. Auch aus den Werken der „gothischen“ Schauerliteratur des 19. Jahrhunderts schöpft Moers Inspiration. Komisches und Gruseliges verbinden sich bei Moers zu einem grotesken Gesamtwerk. Die Romane sind unbedingt lesenswert.

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