Eine Blitzfangeinrichtung – Eigenschaften, Funktion und Geschichte
Die wohl bekannteste Blitzfangeinrichtung, die heute bei Gebäuden zum Einsatz kommt, ist der Blitzableiter. In den letzten Jahren hat er sich zu einem wichtigen Ausstattungsmerkmal von Gebäuden entwickeln können. Er dient dem Schutz der Gebäude vor Blitzeinschlägen. Heute werden unterschiedliche Modelle dieser Blitzfangeinrichtung angeboten, wobei sie alle auf den gleichen wissenschaftlichen Grundlagen basieren. Eine Blitzfangeinrichtung stellt immer einen Teil eines komplexen Blitzschutzsystems dar. Durch sie sollen Schäden vermieden werden, die an einem Gebäude infolge eines Blitzeinschlags entstehen. Weltweit setzte man sich bereits früh mit der Entwicklung von einer Blitzfangeinrichtung auseinander. Zum Pionier auf diesem Gebiet wurde Benjamin Franklin, der basierend auf seinen Kenntnissen die erste Blitzfangeinrichtung konzipierte. Der Grundstein für die heute bekannte Blitzfangeinrichtung, die überwiegend als Blitzableiter bekannt ist, wurde bereits am 15. Juni 1752 gelegt. An diesem Tag fand Franklin im Rahmen eines eigenen Versuchs heraus, dass es sich bei einem Blitz ausschließlich um Funken handelt, die mit einem enormen Maßstab einhergehen. Für seinen Versuch bediente er sich an einem einfachen Drachen. Basierend auf dieser Erkenntnis setzte sich Franklin mit der Entwicklung der Blitzfangeinrichtung auseinander. Doch auch in Europa fanden sich schnell verschiedene Wissenschaftler, die sich der Verbreitung der Blitzfangeinrichtung widmeten. Zum Vorreiter auf diesem Gebiet entwickelte sich der Italiener Giambatista Beccaria.
Aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Kenntnisse war man während der Anfänge der Meinung, dass sich eine Blitzfangeinrichtung grundsätzlich nicht nur am höchsten, sondern auch am spitzesten Punkt eines Gebäudes wiederfinden muss. In Deutschland wurde die erste Blitzfangeinrichtung auf dem Dach der Hauptkirche St. Jacobi in der Hansestadt Hamburg angebracht. Heute weiß man, dass insbesondere die Form des höchsten Punktes eines Gebäudes keinen Einfluss auf die Wirkung von einer Blitzfangeinrichtung hat. Auch in Süddeutschland setzte man sich früh mit der Entwicklung einer Blitzfangeinrichtung auseinander. Zum Vorreiter entwickelte sich Johann Jakob Hemmer. Dieser arbeitete im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor in Mannheim als Leiter des Physikalischen Kabinetts. Hemmer entwickelte mit dem Hemmerschen Fünfspitz eine Blitzfangeinrichtung, die bis heute bekannt ist. Die erste Blitzfangeinrichtung von Hemmer wurde am 17. April 1776 installiert. Eine weitere besondere Blitzfangeinrichtung ist der radioaktive Blitzableiter. Bei diesem sollte durch die Strahlung radioaktiver Substanz eine Ionisierung der Luft stattfinden.
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