Hintergründe zum Ökowein
In früheren Jahrhunderten war Wein ein reines Naturprodukt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich hierbei jedoch mit dem Aufkommen von synthetischen Düngemitteln und chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln einiges gewandelt. So mussten sich die Weinbauer zwischen der Nutzung der modernen Möglichkeiten und den traditionellen Methoden im Weinbau entscheiden.
Während es zu Beginn nur einige wenige Idealisten gab, die sich konsequent dem ökologischen Weinanbau verschrieben, erlebt Ökowein heute eine Renaissance. Viele Winzer haben sich von synthetischen Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden getrennt und setzen auf einen konsequenten, kontrollierten biologischen Weinbau oder auf die naturnahe Integrierte Produktion.
Hersteller von Ökowein gibt es in ganz Europa. Häufig ist Ökowein direkt auf dem Etikett als solcher zu identifizieren, aber es gibt auch Spitzenwinzer, die konsequent biologischen Weinanbau betreiben, ohne dieses gesondert auf dem Etikett auszuweisen.
Die Vorteile beim ökologischen Weinanbau liegen nicht nur in idealistischen Überzeugungen (Erhalt von Mutter Erde für nachkommende Generationen), sondern auch in der Qualität des so erzeugten Weines. Die Weinreben müssen wegen des fehlenden Düngers tiefer ins Erdreich vordringen, um die notwendigen Mineralstoffe zu erreichen, was zu einem besonders intensiven Einfluss des Erdreichs auf den Geschmack des Weins führt.
Die mühsamere und arbeitsintensivere Herstellung von Ökowein macht sich durch bessere Qualitäten bezahlt.
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