Landschaftsfotografie richtig schön
Von admin • 4. Oktober 2008 • Kategorie: Kunst und KulturWer kennt das nicht? Im Urlaub möchte man die perfekte Strandlandschaft für die Ewigkeit – oder die nächste Diashow – festhalten, oder man steht vor einer grandiosen Bergkulisse, an die man sich immer erinnern möchte. Kamera, knipsen… und dann sieht das Resultat völlig anders aus als im Gedächtnis.
Wie konnte das passieren? Wenn einige Grundregeln befolgt werden, werden Landschaftsfotos in Zukunft kein Problem mehr sein
Landschaftsfotografie hat einen entscheidenden Vorteil: während Menschen oder Tiere meistens nicht eine Sekunde stillhalten können, bewegt sich eine Landschaft keinen Millimeter. Das bedeutet, dass der Fotograf in Ruhe Zeit hat, alles für die perfekte Aufnahme herzurichten, von der Auswahl der richtigen Stelle für das Stativ, und die richtige Höhe um es einzustellen, die Leichtmessung und das schießen einiger Probeaufnahmen. Das bedeutet aber nicht, dass Landschaften sich optisch nicht verändern, erstens natürlich durch das Tageslicht, dann natürlich auch durch aufziehende Wolken, oder durch dynamische Elemente wie fließendes Wasser oder Vögel.
Es ist alles eine Frage der Komposition. Der Fotograf sollte sein Bild im Geiste in drei gleiche horizontale Abschnitte unterteilen. Wenn man einen weiten Horizont fotografiert, ist es besser, diesen auf der oberen oder unteren imaginären Linie zu platzieren. Das bedeutet entweder mehr Himmel – was Weite suggeriert, oder mehr Landschaft, die Ruhe und Stabilität symbolisiert. Man kann seinem Foto auch einen natürlichen Rahmen geben. Interessante Objekte wie verdrehte Zweige oder Bäume sind ein guter Vordergrund. Auch kann man die Landschaft durch ein Fenster fotografieren – und hat so ganz automatisch einen Rahmen. Nebel kann dem Bild eine ganz eigene mystische Atmosphäre verleihen. Gut ist es auch nach Elementen Ausschau zu halten, die sich wiederholen, wie beispielsweise die Spiegelung der Landschaft in einem See, wiederkehrende Zaunpfosten oder ähnliches – das sorgt für Rhythmus. Extreme Elemente wie scharfe Klippen oder Abgründe sind ebenfalls interessante Motive. Dynamische Linien wie Straßen oder Wege, die durchaus auch spiralförmig verlaufen können, bringen „Bewegung“ in das Bild.
Der Blickwinkel sollte nicht zu weit angesetzt werden. Wenn zuviel auf dem Foto ist, gehen die interessanten Punkte leicht unter. Gehen Sie ruhig nah ran! Man sollte ein interessantes Detail der Landschaft für sein Foto auswählen, und sich darauf beschränken. Wenn das Thema des Bildes die unberührte Natur sein soll, ist es gut auf menschliche Einflüsse zu verzichten. Warten Sie, bis das störende Fahrzeug vorbeigefahren ist, und einen Blickwinkel aussuchen, auf denen Schilder oder Leitungsmasten nicht zu sehen sind.
Die Kamera sollte nicht in einem schrägen Blickwinkel gehalten werden, also auf den Horizont achten, und darauf, dass er gerade durch das Bild verläuft. So kann eigentlich nichts schief gehen.
- Modell Panzer




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