Lieblingsplätze
Schon ein berühmter deutscher Dichter wußte, dass nicht jeder bequeme Stuhl gleichzeitig auch ein Platz der Entspannung sein muss. In dem nun folgenden Gedicht, das man, wenn man möchte, auch im Internet nachlesen kann, geht es vor allem um Zahnarztstühle, die zwar extrem gemütlich sind, aber den dummen Nachteil haben, dass man in ihnen nur Platz nimmt, um vor dem Arzt den Mund weit zu öffnen und im schlimmsten Fall Torturen der Extraklasse über sich ergehen zu lassen. Jammern darf man da nicht, denn meist ist man selbst daran schuld, dass es überhaupt so weit kommen konnte.
Wer selbst den Zahnarztstuhl als Ruhesessel empfindet, der darf sich entweder einer ganz besonders ausgeglichenen Gemütsart rühmen, oder er hat eben gute Gene und immer seine Zähne schön geputzt. Viele Menschen bevorzugen in ihrem privaten Heim oder im Arbeitsumfeld einen bestimmten Stuhl, weil sie wissen, dass sie in diesem besonders gut, besser als in anderen, sitzen können. Man kann zwar eigentlich auf allem sitzen, das eine ausreichend breite Fläche hat, aber es besteht doch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Baumstamm, auf den man sich für eine Minute niederlässt, oder einem Stuhl, auf dem man acht Stunden arbeiten muss. Darum hat ein guter Bürostuhl Rollen, ist gut, aber nicht zu weich gepolstert und lässt sich optimal auf seinen Benutzer einstellen. Sowohl die richtige Höhe des Stuhls als auch die Positionierung von Lehne und, falls vorhanden, Armstützen, sind wichtig für eine gute Sitzhaltung. Stehen die Füße nicht fest auf dem Boden, verkrampft sich nach einer Weile der gesamte Körper, was sogar Migräne auslösen kann.
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