Lohnt sich die PKV?

Geschrieben Mai 19 2009 von telelino

Gerade in Zeiten klammer werdender Kassen stellen sich immer mehr Leute die Frage, sofern dies für sie überhaupt im Rahmen des Möglichen liegt, ob nicht doch ein Wechsel in die PKV sinnvoll wäre. In die PKV können grundsätzlich Selbständige, Freiberufler, Beamte, Studenten über 25 Jahre und Angestellte mit einem Einkommen von derzeit 48.600,- € im Jahr (Stand 2009). Allerdings garantiert die Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen keineswegs eine Aufnahme in die PKV. Als private Unternehmen haben die privaten Versicherer keine Pflicht, jemanden aufzunehmen (außer neugeborenen Kinder in den ersten zwei Lebensmonaten, sofern ein Elternteil privat versichert ist). Sie können sich aussuchen, wen sie nehmen und wen nicht. Wer jedoch gesund und noch relativ jung ist, hat rosige Aussichten auf eine Aufnahme.

Grundsätzlich lohnt sich die PKV für ledige Jungunternehmer, Beamte oder anderweitig gut verdienende. Nicht etwa, weil sie nur für diese bezahlbar ist. Im Gegenteil: Gerade für Menschen mit derart gutem Einkommen und geringem Risiko ist die PKV zunächst sehr billig. Selbst umfangreichster Schutz mit allen Extras ist für solche Versicherte meist billiger als das Standardpaket der GKV. Doch sollte man sich deshalb nicht überhastet und voller Vorfreude bei einer x-beliebigen PKV versichern – denn im Alter wird die PKV (und das ist bei der GKV eben nicht so) zwangsläufig immer teurer. Mann kann davon ausgehen, dass sich die Beiträge bis zum Rentenalter gut und gerne verdreifachen. Kommen dann noch chronische Erkrankungen dazu, dann werden Risikozuschläge fällig, die abermals zu Buche schlagen. Wohl dem also, der bis dahin Altersrückstellungen aufbauen konnte, die dann in dieser Zeit für Entlastung sorgen.

Gerade wegen dieser zwangsläufigen Beitragssteigerung, sollte man sich nicht voreilig für irgendeinen Anbieter entscheiden. Dabei hat sich nämlich offenbart, dass viele Anbieter für private Krankenversicherung im Test für dieselben oder vergleichbare Pakete erheblich verschiedene Preise nahmen. Preisunterschiede von bis zu 200,- € (am Beispiel eines 35 Jahre alten Angestellten) wurden dabei errechnet. Man stelle sich nun einmal vor, wie schwer dieser Preisunterschied im hohen Alter wiegen wird …


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