Microsofts Cloud Computing Dienste versagen
Laut einem Bericht des BBC Nachrichtendienstes gab es am Freitag, dem 09.09.2011 um 03 Uhr GMT einen Absturz des Online-Dienstes von Microsoft, der erst nach ca. 2 ½ Stunden behoben werden konnte. Während dieser Zeit standen den Microsoft-Kunden u.a. die Dienste Hotmail, Office 365 und Skydrive nicht zur Verfügung.
Da die Ursachen dieses gravierenden Absturzes offensichtlich in einem Zusammenhang mit dem erst im Juni dieses Jahres eingeführten Cloud Computing steht, ist damit zu rechnen, dass nun Diskussionen über die Zuverlässigkeit des Cloud Computing im Vergleich zur Speicherung von Daten auf dem lokalen Rechner beginnen werden. Es ist besonders peinlich für Microsoft, dass ausgerechnet die Anwendung Office 365, die eine Alternative zu den Online Apps von Google sein soll, zeitweise ausfiel. Bereits im August hatte es einen Ausfall gegeben.
Microsoft ist allerdings nicht das einzige Opfer von Problemen rund um das Cloud Computing. Auch die Anwendung Google Docs war kurzzeitig nicht verfügbar. Mit einem noch größeren Problem bezüglich des Cloud Computings wurde Amazon im April und erneut im August konfrontiert. Sein Cloud-basierter Remote Service EC2, den viele Unternehmen bei Bedarf für zusätzliche Prozessorleistung und Serverbelegung nutzen, fiel für mehrere Tage aus. Davon waren mehrere große Portale wie Foursquare und Reddit betroffen.
Einige Experten empfehlen Anbietern des Cloud-Dienstes, die Risiken auf breiterer Basis zu verteilen, um größere Cloud-Probleme zu vermeiden. Außerdem sollten die Nutzer des Cloud-Dienstes besser über die Struktur der Cloud-Plattform informiert werden. Im Falle von Microsoft war dies offensichtlich nicht der Fall.
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