MPU und Alkohol
Wird einem Antragsteller die Fahrerlaubnis wegen Alkoholeinfluss am Steuer entzogen, ist es ebenfalls sehr wahrscheinlich, dass eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) notwendig ist, um die Fahrerlaubnis zurück zu bekommen. Vor dem Test nehmen viele Antragstreller an einer MPU Vorbereitung teil. Im Medizinischen Teil der MPU wird dann getestet, ob der Antragsteller im voran gegangenen Zeitraum vollständig auf den Konsum von Alkohol verzichtet hat. Denn das ist in den meisten Fällen eine Auflage, wenn man seinen Führerschein wieder zurück erhalten möchte. Hierzu werden Bluttest und Screenings durchgeführt. Ähnliches gilt auch für den Entzug der Fahrerlaubnis wegen Drogenkonsums. Auch das Messen der Leberwerte kann eine Untersuchung sein, die durchführt wird, wenn Alkoholeinflüssen am Steuer eine Rolle spielen. Auch die psychologischen Fragen zielen in diesem Fall stärker auf die Einstellung zu Alkohol, insbesondere zu Alkohol beim Auto fahren, ab. Hier sollte man sich souverän geben und besonders Glaubwürdig wirken. Informieren kann man sich im Internet in bestimmten Foren zum Thema MPU oder bei MPU Vorbereitungen. Die Kosten für den medizinischen Teil der MPU in Verbindung mit Alkohol liegen in ganz Deutschland bei 338,00 € zzgl. MwSt. Das ist mehr als 50% der Kosten, die für eine MPU entstehen. 34% der Antragsteller bei einer MPU haben ihren Führerschein auf Grund von Alkoholkonsum verloren. Die Effektivität der Maßnahmen in solchen Fällen und die Objektivität der MPU, was Rückfälligkeit angeht, sind hier stark umstritten. Denn 17% der Teilnehmer einer MPU sind Antragsteller, denen die Fahrerlaubnis zum wiederholten Mal wegen Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss abgeben mussten. Das ist ein erschreckend hoher Wert. Hier stellt sich also die Frage, ob in Fällen von Alkoholkonsum die MPU Kriterien für ein positives Gutachten verstärkt werden sollten. 7% aller Teilnehmer an einer MPU wurden außerhalb des Straßenverkehr durch Alkohol auffällig. Nur 13% aller Teilnehmer einer MPU stehen in keinerlei Verbindung zu unmäßigem Alkoholkonsum. Das ist ein erschreckendes Ergebnis. Es sollte auf jeden Fall über weitgreifende vorbeugende Maßnahmen nachgedacht werden. Denn hier ist die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gefährdet. Auch die Tests zur Reaktionsfähigkeit sind unter Alkoholeinfluss oder bei vorhergehendem unverhältnismäßigem Alkoholkonsum deutlich schlechter, so dass hier auch oft kein positives Gutachten erstellt werden kann.
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