Mündelsichere Fonds – wenn man Geld für andere verwalten muss

  

Unter einem mündelsicheren Fonds versteht man solche Investmentfonds, bei denen es kein Verlustrisiko gibt. Sie kommen vor allem dann zum Tragen, wenn man die Vormundschaft für eine Person hat, die über ein Vermögen verfügt, welches sicher angelegt werden soll. Als mündelsicher gelten in der Regel die Anlagen, die beim Staat in Bundesanleihen oder Schatzbriefe erfolgen.

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Fonds, die durch die Gerichte als mündelsichere Geldanlage zugelassen sind. Über die Anlage zu entscheiden hat das jeweils zuständige Vormundschaftsgericht. Wie die Anlage von Müdegeldern im Einzelnen funktioniert, regelt das Bürgerliche Gesetzbuch. Detailliertere Informationen zu den Fonds die als mündelsicher gelten, werden vom Bundesverband Investment und Asset Management e.V., kurz BVI, zur Verfügung gestellt. Der Nachteil von den meisten mündelsicheren Fonds ist, dass sie zwar absolut sicher sind, dass sie aber nur eine sehr geringe Rendite bieten. Daher setzen die meisten Personen in dieser Situation eher auf ein Tagesgeldkonto. Allerdings muss dies nicht sein, denn mit den sog. Alternative Investments kann man einen Fonds bekommen, der über eine sehr hohe Sicherheit verfügt und trotzdem eine akzeptable Rendite bietet. Eine der beliebtesten Form der Alternative Investments ist der Multi Asset Fonds, der zwar in Deutschland noch recht unbekannt ist, allerdings immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Der Unterschied zu einem herkömmlichen Investmentfonds ist, dass hierbei nicht nur in eine bestimmte Anlageklasse investiert wird, sondern in viele verschiedene. Somit ist bei einem Multi Asset Fonds die Anlage in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien und sogar in Hedgefonds möglich. Durch diese Diversifikation sind diese Alternative Investments in der Lage, auf jede Marktlage und auf alle Entwicklungen in den diversen Märkten flexibel und schnell zu reagieren. Das Ziel eines Multi Asset Fonds ist es, bei einer hohen Sicherheit kontinuierlich Gewinne zu erwirtschaften, wozu die zur Verfügung stehenden Anlageklassen innerhalb des Fonds unterschiedlich gewichtet werden. Da diese Fonds eine hohe Sicherheit bieten, werden sie von den meisten Vormundschaftsgerichten auch als mündelsichere Fonds akzeptiert. Hat man sich für einen Fonds entschieden, gilt es beim jeweils zuständigen Gericht für die Vormundschaft zu erreichen, dass eine mündelsichere Anlage des fremden Kapitals mit dem betreffenden Fonds gewährleistet ist.


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