Qualitätssicherung durch Patientenbefragung

Geschrieben August 26 2009 von findur

Qualitätssicherung spielt eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen. Qualitätsdiskussionen gehören mittlerweile zum Alltag in der Gesundheitspolitik. Nicht zuletzt kommt bei dieser Diskussion der Patientenzufriedenheit eine große Bedeutung zu. Und es stellt sich die Frage, wie aber misst man die Patientenzufriedenheit?

Eine einfache Antwort lautet: Man frägt die Patienten. Und genau das wird gemacht. Aber diese Patientenbefragung muss auf professionelle Beine gestellt werden, damit sie aussagekräftig ist. Sowohl die Befragung als auch die Auswertung muss bestimmten Anforderungen genügen, damit hinterher allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Schon bei der Erstellung der Fragebögen ist darauf zu achten, dass sie sowohl auf die behandelnde Einrichtung – Arztpraxis, Klinik – zugeschnitten ist, als auch auf das Verständnis der befragten Patienten, die mehr oder weniger medizinische Laien sind, die Fragebögen aber ohne Hilfe des ärztlichen Personals verstehen sollen. Außerdem müssen die Fragen in Bezug auf behandelnde Institution und Therapie auch relevant sein. Dazu gehören Fragen zur Arzt-Patientenbeziehung ebenso wie Fragen zur medizinisch-technischen Versorgung, zur Hilfsbereitschaft des Personals (Arzthelferin, Krankenschwester, Krankenpfleger) zur Organisation und natürlich auch zum subjektiv empfundenen Therapieergebnis. Da je nach behandelnder Institution andere Fragen im Vordergrund stehen, gibt es Fragebögen für Zahnarztpraxen, für Kinderarztpraxen, für Orthopäden, Augenärzte und andere mehr. Außerdem gibt es Patientenfragebögen, welche die Patientenzufriedenheit bei der ambulanten und stationären Behandlung in verschiedenen Kliniken abfragt.

Diese verschiedenen Fragebögen werden in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachärzten als auch mit Patienten entwickelt. Fragt man Patienten generell zu Ihrer Meinung bezüglich Patientenbefragungen, so zeigt sich, dass solche Befragungen im Allgemeinen sehr begrüßt werden. Eine solche Befragung stärkt nicht zuletzt das Arzt-Patienten-Verhältnis, weil es zusätzliches Vertrauen schafft. Ein Arzt, der so eine Befragung unterstützt, nimmt das Wohlbefinden seiner Patienten ernst und legt Wert auf die Qualität seiner Behandlung, so die Überzeugung der Patienten.


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