Stillen ohne zu gebären

  

Jede Frau, auch wenn sie noch nie ein Kind geboren hat (sogar diejenigen, deren Gebärmutter entfernt wurde), kann ein neugeborenes Adoptivkind stillen! Dafür gehört eine große Portion Ausdauer, Geduld und Gelassenheit, ein starkes Durchsetzungsvermögen und natürlich der feste Glaube, dass es möglich ist! Beim Stillen eines Adoptivkindes haben die Frauen zwei Ziele vor Auge: Milch zu produzieren und das Neugeborene an die Brust zu gewöhnen. Weil Stillen viel mehr als dem Baby mit Muttermilch zuzufuttern ist, sind die Adoptivmütter sehr glücklich die Möglichkeit stillen zu können zu haben. Das Stillen eines Adoptivkindes kann funktionieren auch wenn keine Schwangerschaft vorliegt, weil die Prolaktinausschüttung angeregt werden kann durch das Saugen des Kindes an der Brust oder durch das Abpumpen. Die Entwicklung von dem milchbildenden Drüsengewebe dauert vielen Wochen, in denen die Brust durch Saugen oder Pumpen angeregt werden muss. Durchschnittlich vier Wochen nach Beginn der Stimulierung setzt die Milchbildung ein. Durch direktes Saugen mit Hilfe einer Stillhilfe kann der Vorgang beschleunigt werden. Dann ist es schon nach ein bis zwei Wochen soweit! Ohne die Geburt ist das Wachstum der Milchdrüsen nicht so üppig wie gewohnt. Kann sein auch dass die Brust weniger Milch produziert und das Angebot nicht so verlässlich auf die Anfrage reagiert. Schließlich geht es ja aber um viel mehr als Milchmengen! Stillen ist ein wichtiger Aspekt für die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Durch den regelmäßigen und engen Körperkontakt, durch diese unbeschreibliche Nähe wird die Beziehung gefordert und gibt dem Kind das Gefühl der Sicherheit und die Geborgenheit.


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