Stress am Arbeitsplatz – Eine Gefahr für Gesundheit und Beziehungen

  

Das merkt Jeder: Angst und Stress sind die Energieräuber und Leistungskiller des modernen Menschen. Leider wird aus Angst, am Arbeitsplatz nicht mehr mithalten zu können, wertvolle zeit verschenkt. Die ersten Anzeichen oft übersehen oder einfach weggedrückt. Ist nämlich negativer Stress erst einmal chronisch geworden, entwickelt sich bei den Betroffenen über kurz oder lang eine Reihe von negativen.
Das entzieht dem Körper einerseits wertvolle Energie und hat andererseits eine verheerende Wirkung auf die zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz. Es hat sich bewährt, zwischen akutem und chronischen Stress zu unterscheiden (Mc Ewen 1998), denn negativer Stress baut sich systematisch im Körper aufauf. Er bleibt im Erinnerungsspeicher vorhanden, und zwar solange dieser negative Stress im Körper eingeschlossen bleibt. Jeder trägt so eine tickende Zeitbombe in sich. Doch Alarmzeichen gibt es genug.
Angst ist so ein wichtiges Alarmzeichen …

und fordert auf, mutiger zu sein und für mehr innere Sicherheit zu sorgen. Ängste deuten immer auf mehr oder weniger tiefe Selbstzweifel hin. Wenn aber mit dem Mut der Verzweiflung dagegen angegangen wird, werden Arbeitsfreude, Konzentrationsfähigkeit und Liebeslust ganz allmählich verschwinden. Unglückliche Beziehungen, Schulprobleme der Kinder oder Frust am Arbeitsplatz oder stagnierende Karrieren sind die Folge.
Wer beruflich Größeres vorhat, braucht also „auf dem Weg nach oben“ ein fundiertes Stressmanagement, das ihn von alten Denkblockaden befreit.

Das europäische Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO Europe) kam in einer Studie zu dem Schluss, dass die Stressbewältigung eine besondere Bedeutung bekommen muss, denn die durch Stress verursachten Störungen werden in Europa auch insoweit eine immer größere Rolle spielen, dass dadurch in einigen Mitgliedsstaaten sogar die Lebenserwartung rückläufig sei. Wörtliches Zitat: “According to a recent calculation, stress-related conditions count for more than half of all disability in a northern European country. Life expectancy has in one decade decreased by 10 years in some Member States, much due to stress and conditions related to mental ill health.”

Stress ist so ansteckend …

wie gute Laune. Jedes grimmige Gesicht, jede Unmutsäußerung beeinflusst die Stimmung der Mitmenschen. Genauso wie ein herzhaftes Lachen andere in gute Laune versetzt. Unsere mehr oder weniger großen Unpässlichkeiten sind kein Privatvergnügen sind. Denn sie werden am Abend vom Arbeitsplatz mit nach Hause genommen und am nächsten Morgen wieder an den Arbeitsplatz zurückgetragen.

Noch einmal. Verdrängte Ängste und Selbstzweifel führen zu unkontrollierbaren Stressreaktionen mit archaischer Wirkung. Selbst wenn man es nicht „will“, reagiert man bei bestimmten Themen mit Gereiztheit, spürt offene oder versteckte Wut oder die Neigung ungerecht zu sein. Dieses scheinbare Ausgeliefertsein, auch an die Reaktionen der Anderen, vergrößert dann das Gefühl, einer Situation nicht gewachsen zu sein. Es ist leider nicht zu verheimlichen: Unter dem Einfluss von negativem Stress zeigt jeder sein hässliches Gesicht und seine weniger schönen Eigenschaften.

Wird darauf kein positiver Einfluss genommen, wirkt sich das zunehmend auf Verhaltensweisen und Charakter aus. Es ist für jeden zu beobachten, wie sich die Stimmung am Arbeitsplatz verschlechtert: Die Menschen sind weniger konfliktfähig oder verhandlungsfähig. In der Umgebung dieser Menschen fühlt man sich nicht mehr wohl. Der Alltag bringt es an den Tag: Wer nicht ausweichen kann, wird unmerklich, aber allmählich davon angesteckt. Unser Gehirn erklärt uns warum. Es ist darauf programmiert, alle negativen Erfahrungen aus bestimmten Gründen dauerhaft als emotionalen Stress abzuspeichern. Wie unsichtbare Fäden durchzieht er dann das Leben jedes Einzelnen. Man fragt sich deshalb oft, wieso einem bestimmte Dinge immer wieder passieren.

Doch das muss nicht sein …

denn negativer Stress ist zunächst nur ein Alarmzeichen und die mehr oder weniger undifferenzierte Antwort des Körpers auf jegliche Art von überhöhter Anforderung( Seyle 1982). Wer ihn versteht, kann seinem Leben eine entscheidende Wende geben. Die Garanten für ein glückliches Leben sind nachgewiesenermaßen Gesundheit und harmonische Beziehungen. Das gilt selbstverständlich auch für die Beziehungen am Arbeitsplatz.

Die gute Nachricht ist, dass wir mit Hilfe der neurobiologischen Erkenntnisse, Verhaltensweisen dauerhaft positiv verändern können. Es ist jetzt also möglich geworden, tief verankerten Stress aufzulösen und die eigene Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zuverlässig und nachhaltig zu fördern. Völlig neue Möglichkeiten bieten die modernen und sanften Methoden der Angewandten Kinesiologie. Es ist nicht nur ratsam und klug, sich diesbezüglich, speziell für den Alltagsgebrauch, mit den Erkenntnissen der Neurobiologie zu befassen, sondern auch mit den Methoden der Angewandten Kinesiologie. Letztere sind Vorreiter auf dem Gebiet der Ablösung von negativem Stress aus dem Erinnerungsspeicher. Beim Gang durch eine Buchhandlung oder Bücherei wird man auf interessante Titel stoßen, deren Inhalte einem wieder das Staunen beibringen.

Was zu tun ist – Was jeder für sich tun kann

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass chronisch gewordener negativer Stress die Gesundheit auf lange Sicht ernsthaft gefährdet und zu nachhaltigen Beziehungsstörungen führt. Das kann weder im eigenen Interesse, noch in dem von Arbeitgebern sein. Da ein Mensch im Dauerstress an zwei Enden gleichzeitig brennt, am privaten und beruflichen, ist auch an beiden Enden anzusetzen. So obliegt es der eigenen Verantwortung, sich privat um angemessene Maßnahmen zur nachhaltigen Stress- und Konfliktbewältigung zu bemühen. Wie wir gesehen haben, sind weder negativer Stress noch ein ungelöste Problem eine reine Privatangelegenheit.

Das gilt im noch größeren Maße für den Arbeitgeber. Von seiner Fürsorgepflicht einmal abgesehen, kann ihm ein gestörtes Arbeitsklima nicht gelegen sein. Im Sinne einer positiven Entwicklung des gesamten Unternehmens müsste, aus Gründen einer zwischenmenschlichen Hygiene, die ständige Fortbildung in den modernsten Methoden der Stressbeseitigung eine Selbstverständlichkeit werden.

Wichtige Regel: Ein gutes Management, ganz gleich ob am Arbeitsplatz oder in familiären Beziehungen, zeichnet sich durch ein konstruktives Stressmanagement. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind in gleicher Verantwortung voreinander und vor sich selber.

Wichtiger Alltagstipp: Bewusstes Atmen ist der Stresslöser Nr. 1

Viktoria Hammon
Stress Coaching Akademie
für lebenslanges Lernen
Brahmsstraße 18
41564 Kaarst-Büttgen
Tel.: 02131/52 52 748
www.afll.de, www.viktoriahammon.de


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