Was ist ein Biker?

  

Diese Frage spaltet wohl ganze Nationen, schließlich ist ein Biker kein normaler Motorradfahrer, der morgens sein Motorrad aus der Garage holt, um zur Arbeit zu fahren. Beim Wort „Biker“ denken viele an randalierende Rockerbanden. Doch Biker sind mehr als ein Haufen motorradfahrender Chaoten, die nach landläufiger Meinung ihr Leben nicht im Griff haben.

Biker sein ist eine Lebenseinstellung. Das Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit zu genießen, gehört für einen Biker zum schönsten Erlebnis. Und natürlich gehört auch das Zusammengehörigkeitsgefühl dazu. Wer Biker schon mal auf der Straße beobachtet hat, weiß auch, dass diese sich prinzipiell grüßen. Alte Hasen wissen, dass der Gruß ein „Komm gut nach Hause“ bedeutet. Neulinge machen es einfach nach. Um den Gruß der Biker ranken sich übrigens viele Geschichten, die teilweise sehr romantisch klingen. Immer jedoch ist es ein Zeichen von Solidarität in der Gemeinschaft der Biker.

Auch die Bikerkutten zeigen die Zusammengehörigkeit. Biker, die einem Motorradclub angehören, tragen das gleiche Colour auf der Lederweste, die immer über der Jacke getragen wird. Biker Kutten sind keine Kleidungsstücke, die man eben mal so wechselt. Die Lederwesten begleiten den Biker meist ein ganzes Leben. Okay, manchmal halten sie nicht so lange. Jedenfalls dann nicht, wenn die Kutten aus dem herkömmlichen Jeansstoff gefertigt sind. Inzwischen hat sich aber Leder bei den Bikern durchgesetzt. Die Lederkutte mit dem Zeichen des zugehörigen Motorradclubs ist für Biker ein Heiligtum wie die Maschine. Sie verstärkt das Gefühl der Gemeinschaft.

Biker sein, hat also nichts mit Raudis zu tun, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen. Selbst unter den Geschäftsleute finden sich eingefleischte Biker, die nur ein Stück Abenteuer auf der Straße suchen.

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