Was ist ein Energieausweis oder Energiepass?

  

Der Energieausweis oder auch Energiepass genannt, ist ein Dokument, mit welchem sich die energetischen Werte eines Objektes für den Verbraucher darstellen lassen. Er zeigt auf, wo Einsparungen möglich sind und wie der Energiebedarf verringert werden kann. Der Energieausweis dient lediglich der Information, ebenso wie die Hinweise zur energieeinsparenden Modernisierung. Die energetische Qualität eines Gebäudes kann durch die Berechnung des Energiebedarfs unter standardisierten Randbedingungen oder durch die Auswertung des Energieverbrauchs ermittelt werden. Als Bezugsfläche für die Berechnung dient die energetische Gebäudenutzfläche nach der EnEV, die sich in der Regel von den allgemeinen Wohnflächen Angaben unterscheidet. Die EnEV ist die Energieeinsparverordnung, welche im Jahr 2007 durch das Bundeskabinett beschlossen und am 18.06.2008 mit der neuen Heizkostenverordnung ergänzt worden ist. Möchten Sie zukünftig eine Immobilie vermieten, verpachten, verkaufen oder auch modernisieren, so kommen Sie um einen Energieausweis / Energiepass nicht herum. So wie sich alle Autobesitzer mit den Schadstoffklassen ihres Fahrzeuges beschäftigen sollten, sind für Immobilienbesitzer die Effizienzklassen des Energieausweises von großer Wichtigkeit. Der Energieverbrauchskennwert trifft eine Aussage über die Höhe des jährlichen Energiebedarfes eines Gebäudes in Kilowattstunden pro Quadratmeter.

Das Verfahren zur Ermittlung von Energieverbrauchskennwerten ist durch die EnEV vorgegeben. Es handelt sich hierbei um spezifische Werte pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Aufgrund von Witterungseinflüssen und des sich ändernden Nutzerverhaltens hinsichtlich einer Wohnung oder eines Gebäudes, weicht der angegebene Energieverbrauchskennwert vom tatsächlich gemessenen Verbrauch ab. Der Primärenergiebedarf, welcher sozusagen die Schadstoffklasse einer Immobilie wiedergibt, zeigt die Gesamtenergieeffizienz auf. Abhängig ist dieser Energiebedarf von der Anlagentechnik, also von der Art der Beheizung, der Warmwasseraufbereitung und der Belüftung. Die dabei eingesetzten Energieträger, wie Erdgas, Strom, Kohle oder auch Heizöl spielen eine wesentliche Rolle. Weißt der Primärenergiebedarf einen geringen Wert auf, so signalisiert dies einen geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz. Eine Immobilie mit solchen Werten hat eine die Umwelt sowie die Ressourcen schonende Energienutzung und ist liegt bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung ganz vorn. Die Erstellung von Energieausweisen / Energiepässen ist laut EnEV grundsätzlich als Bedarfsausweis vorgesehen. Ein Verbrauchsausweis wird allerdings mit Einschränkung im Hinblick auf die Kategorie der Immobilie ermöglicht. Da hierbei lediglich der tatsächliche Energieverbrauch der zurückliegenden drei Jahre zugrunde gelegt wird, empfehlen fachliche Organisationen den bedarfsorientierten Energieausweis. Dieser Bedarfsausweis liefert nicht nur Daten zum Energieverbrauch sondern er beziffert auch den Primärenergiebedarf, unter Berücksichtigung des verwendeten Energieträgers. Ein vollständiger Energieausweis enthält immer Tipps für eine energieeinsparende Modernisierung. So wird dem Besitzer der Immobilie aufgezeigt, wie er wirtschaftlich und sinnvoll die Betriebskosten senken, den Wert der Immobilie steigern und vor allem die Umweltfreundlichkeit nachhaltig verbessern kann. Diese Chance sollte sich kein Immobilieninhaber entgehen lassen.


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