Was versteht man unter einer IT-Forensik?
Die Computer Forensik = IT-Forensik ist ein Teil des gesamten Gebietes der Forensik. Der Begriff “Forensik” entstammt dem lateinischen Ursprung “foren”, welches die Bedeutung des Marktplatzes besitzt. In frühen Jahren war der Marktplatz der Mittelpunkt aller Geschehnisse und sämtlicher Gespräche. Auf die heutige Zeit bezogen, dient die IT-Forensik, oder auch Computer Forensic, der Analyse und Sicherung von digitalen Beweismitteln. Die Computer Forensik untersucht die Vorfälle bei verdächtigen Personen im Zusammenhang mit IT-Systemen. Dort werden die Daten erfasst, analysiert und ausgewertet.
Die Computer Forensic wird aber nicht nur bei den sogenannten “herkömmlichen” Verbrechen mit Computern angewandt, sondern speziell auch bei der Steuerfahndung. Die hier arbeitenden Spezialisten untersuchen sämtliche Daten und haben für ihre Arbeit auch spezielle Entkodierungsprogramme. So können sie auch aus den kleinsten zusammenhängenden Datensätzen die wirklich dahinter steckenden Verschiebungen entschlüsseln.
Damit die Beweise gesichert werden können, werden sämtliche Datenträger und Netzwerke durchsucht und analysiert. Weil Daten auch sehr schnell vergänglich werden können, wird nicht nur ein IT-Forensik -Protokoll angefertigt. Es werden auch von der Analyse Kopien gefertigt, sodass kein Beweismittel verloren gehen kann und unter Umständen bei einem späteren Gerichtsverfahren zur Überführung des Täters führen kann.
Damit die Analyse innerhalb der Computer Forensik ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, sind bereits im Vorfeld bei der Sicherung der Daten einige wichtige Dinge zu beachten. Die originalen Beweismittel dürfen bei einer Computer Forensic so wenig wie möglich bewegt werden, was bedeutet, dass die Daten nicht überall hin kopiert werden sollen. Die Kette der gesamten Beweismittel darf auf keinen Fall unterbrochen werden, da sonst vielleicht die entscheidenden Daten verloren gehen können. Zur weiteren Durchführung der Analyse ist ein festgelegter Prozessablauf unerlässlich. Dieser Ablauf besteht in der Regel aus vier nacheinander ablaufenden Schritten. Zunächst werden die Daten identifiziert und anschließend sichergestellt. Daran schließt sich die eigentliche Analyse, bevor es abschließend zur Präsentation oder Aufbereitung kommt.
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