Welcher Wein zu welcher Speise?

  

Der Preis einer Flasche Wein ist nicht immer der Gradmesser der Qualität. Am entschiedensten ist bei vielen Weinsorten das Alter. Je nach Jahrgang kann die Qualität ein und derselben Weinsorte sehr unterschiedlich sein. Am interessantesten ist für Restaurantbesucher natürlich die Preisspanne für ein Glas Wein. Um diesen Preis realistisch einschätzen zu können, muss dem Gast klar sein, wie viel eine Flasche Wein kostet.

Zum Mahl muss aber in erster Linie der Geschmack des Weines passen. Obwohl es immer heißt, dass Rotwein zu rotem Fleisch und Weißwein zu hellem Fleisch passt, ist diese Regel nicht immer richtig. Als Gegenbeispiel wär ein kräftiger Rotwein in Verbindung mit dem kräftigen Geschmack von Lammkoteletts denkbar. Es wird deutlich, dass die Intensität des Geschmacks das ausschlaggebende Kriterium ist und nicht die Farbe der Speisen. Reizvoll kann eben auch die Kombination von gegensätzlichen Geschmacksrichtungen sein.

Grundsätzlich ist ein Wein in zwei sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen einzuordnen. Der Säuregehalt und die Süße sind die beiden Richtungen, die den Geschmack des Weins maßgeblich vorgeben. Entsprechend sind verschieden Speisen in Gruppen zu unterteilen. Mahlzeiten, denen ein grundsätzlich süßer Geschmack zugrunde liegt, harmonieren am besten mit süßlichen Weinen. Hierzu gehören nicht nur Obst und Desserts, sondern auch die Käseplatte. Im umgekehrten Fall passt zum Sauerbraten am besten ein kräftiger Rotwein. Zwar greifen hier indirekt wieder die altbewährten Farbzuordnungen, doch wird klar, dass diese nur ein sekundäres Kriterium sind.


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