Wenn die Fantasie Streiche spielt

  

Dann hat man mit aller Wahrscheinlichkeit einen ziemlich guten Horrorfilm gesehen. Horrorfilme müssen nicht immer nur vor Blut triefen. Viele wagen sogar zu behaupten, dass ein guter Horrorfilm fast oder gar ganz ohne Blut auskommt. Nimmt man beispielsweise die Horrorfilme die an die Texte und Geschichten von Edgar Allen Poe angelehnt sind. Hier bedarf es nicht unbedingt eines Blutbades um einen Gruselfaktor zu erreichen. Schockierend mögen sie wahrscheinlich für die meisten eher nicht mehr sein, doch in der Inszenierung sicherlich herausragend im Bereich Horrorfilme. Sehr subtil spielt man hier mit dem Vorstellungsvermögen und der Fantasie des Zuschauers. Ähnlich auch die Horrorfilme bei denen Werke von Lord Byron als Grundlage galten.

Die heutigen Horrorfilme sind nicht mehr mit den damaligen Horrorfilmen zu vergleichen. Vielleicht hat man sich deshalb auch entschlossen den Begriff Gruselfile in Horrorfilme zu ersetzen. Denn im Vergleich zu den ersten Horrorfilmen lässt sich eine beachtliche Steigerung feststellen. Was vor einigen Jahrzehnten die Leute noch in Angst und Schrecken versetzt hat entlockt heute den meisten nur mehr noch ein müdes Lächeln. Aber kein Schauern das eiskalt den Rücken runter läuft. Heute muss der Horror bei vielen einfach offensichtlicher sein. Zarte Andeutungen reichen meist nicht mehr. Das Auge möchte etwas sehen, sodass die Fantasie beflügelt werden kann. Kein Wunder das Horrorfilme auch für viele Jugendliche gar nicht mehr grausam genug sein können. Die Hemmschwelle was den Schockfaktor anbelangt wird immer weiter nach oben verschoben. Frei nach dem Motto je grausamer desto besser ist der Film.

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