Wie finde ich meinen inneren Frieden
In unserer teils unruhigen Zeit wird viel davon gesprochen, seine innere Mitte oder seinen inneren Frieden zu finden. Es werden viele Wege aufgezeigt, um dieses Ziel zu erreichen. Aber was ist das überhaupt, ein innerer Friede? Und wann fängt der Mensch an, danach zu suchen?
Als Kind oder Heranwachsender stellt sich jedem einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens – nicht einfach zu beantworten, aber die meisten Menschen finden einen Weg, mit dieser Frage weiter zu leben. Die Frage nach dem inneren Frieden stellt sich oft erst viel, viel später. Im Einklang sein mit sich selbst, Zufriedenheit, eine gewisse innere Stärke. In den Spiegel schauen zu können, ohne sich schlecht zu fühlen.
Eine gewisse Ausgeglichenheit, rückblickend auf das vergangene Leben, im Jetzt, aber auch vorausschauend auf das, was vor einem liegt. Viele Menschen beschäftigen sich mit dem inneren Frieden im Alter, wenn das Ende nicht mehr allzu weit entfernt scheint. Ziel ist es, den inneren Frieden gefunden zu haben, bevor das Leben zu Ende ist. Eventuell noch unverarbeitete Dinge zu klären, mit sich selbst, mit anderen. Aber sollte der innere Frieden nicht auch schon zeitlebens nicht immer wieder ein Thema sein? Eine Akzeptanz der eigenen Stärken und Schwächen? Eine Akzeptanz dessen, was im Leben auf einen zukommt? Dessen, was – wenn auch ungeplant – das eigene Leben und damit auch das eigene Ich gestaltet und formt?
All das gehört mit zu dem inneren Frieden, der den Menschen selbstbewusst und ausgeglichen zurück- und vorausschauen lässt. Und mit einer gewissen Stärke – nicht Hochmut – in das eigene Spiegelbild oder in die Augen des Gegenüber, der wiederum dem Menschen auch eine Art Spiegel ist.
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